Pädagogisches Konzept der Offenen Ganztagsschule (OGS)

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1. 0   Einleitung

Die Offene Ganztagsschule (OGS) ist für Kinder und Eltern ein wichtiges Anliegen.

Neben dem Lebensraum Familie ist die Schule ebenso ein Lebens- und Erfahrungsraum. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird verbessert und für die Kinder  mehr Bildungsqualität und Chancengleichheit angestrebt.

Mehr Zeit für Kinder bedeutet:

-         mehr Zeit  zum Lernen

-         mehr Zeit für musische – kulturelle Bildung

-         mehr Zeit  für Bewegung, Spiel und Sport

Förderung, Bildung, Erziehung und Betreuung werden ein ganzheitliches Angebot in und im Umfeld der Schule.

Die Offene Ganztagsschule vereint Fachkräfte aus verschiedenen Professionen und kooperiert mit vielen weiteren Institutionen. Insbesondere im Zusammenspiel von Schule und Jugendhilfe wird sich Schule zu einem ganztägig geöffneten Haus des Lernens und Lebens immer weiter entwickeln.

2. 0   Rahmenbedingungen

Durch veränderte Lebenssituationen und veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen, ist der Bedarf an einer ganztägigen Betreuung in den vergangenen Jahren stetig gestiegen.

Aus der verlässlichen Grundschule, welche die Betreuung der Kinder von 7.30 Uhr bis 13.00 Uhr sichergestellt hat, ist die Offene Ganztagsschule geworden.

Seit dem Schuljahr 2008 / 2009 ist die Ernst – Moritz – Roth Grundschule in Windeck – Dattenfeld eine Offene Ganztagsschule unter der Trägerschaft von Betreute Schulen e. V. . Die OGS besteht aus zwei Gruppen; einer Randzeiten-betreuung bis 13.15 Uhr und einer Ganztagsgruppe bis 16.00 Uhr.

2012 wurde aus der Ernst – Moritz – Roth Schule Dattenfeld und der Schule am Klostergarten in Herchen eine Verbundschule.

Auch die Grundschule in Herchen war bisher eine verlässliche Grundschule und wurde mit dem Verbund zur Offenen Ganztagsschule. Ebenso wie in Dattenfeld gibt es zwei Betreuungsgruppen, eine Randzeitenbetreuung und eine Ganztagsbetreuung.

Am Standort Herchen gehen die Gruppen ineinander über, d. h. es sind keine räumlich voneinander getrennten Gruppen.

Seit Schuljahresbeginn im August 2016 haben wir in Dattenfeld zwei Gruppen. Eine Randzeitengruppe, in der die Kinder von 11.25 – 13.15 Uhr betreut werden und eine OGS – Gruppe, in der Kinder von 11.25 – 16.00 Uhr betreut werden.

2.1    Ziele der OGS

Unter Einbeziehung des sozialen und kulturellen Umfeldes unterstützen wir das Kind in seiner Entwicklung zu einer eigenständigen, sozialen und an Bildung interessierten Persönlichkeit.

Dabei ist es uns wichtig:

  • das einzelne Kind da “abzuholen”, wo es sich gerade in seiner Entwicklung befindet   und auf die individuellen Bedürfnisse einzugehen.
  • ihm einen respektvollen und toleranten Umgang miteinander vorzuleben.
  • es individuell in seiner schulischen Entwicklung zu begleiten und zu fördern und fordern
  •  ihm allgemeine Werte zu vermitteln

2.2             Pädagogisches Konzept

O = Offen

 G = Gemeinsam

 S = Stark

 Mit diesen drei Stichwörtern wird unsere Einstellung zu den Kindern und zu unserer Arbeit beschrieben.

Offen sind wir für alle Kinder, egal welchen kulturellen, sozialen oder ethnischen Hintergrund sie haben. Ebenso offen sind wir für alle Anliegen, welche die Kinder und natürlich auch die Familien haben. Ohne Vorurteile die Kinder annehmen ist ein besonders wichtiger Aspekt unserer Arbeit.

Jedes Kind bringt einen individuellen Erfahrungsschatz mit, lebt in unterschiedlichen sozialen Gefügen und hat eigene Ressourcen, denen wir offen gegenüberstehen und welche wir annehmen, berücksichtigen und erweitern.

Gemeinsam beinhaltet, dass wir durch verschiedene Aktivitäten und Angebote immer wieder versuchen, ein Gruppengefühl zu entwickeln. Sozialverhalten, das Vermitteln von Normen und Werten, durch die unsere Gesellschaft lebt, werden “groß” geschrieben. Dabei wird die Individualität des Einzelnen mit seinen natür-lichen Möglichkeiten und Grenzen nicht außer Acht gelassen.

Dem zu Grunde liegt das Recht aller auf Teilhabe und Bildung.

Stark bedeutet die “Kraft” des gemeinsamen Handelns. Den Kindern wird immer wieder gezeigt, dass sie gemeinsam oft mehr erreichen können als alleine.

Alles Handeln erfolgt immer unter dem Aspekt, das Kind in seiner Individualität anzunehmen und ihm durch das Bewältigen alltäglicher Situationen zu ermöglichen, sich selbst zu erfahren, zu lernen und an den eigenen Erfolgen zu wachsen.

Geprägt ist unser Handeln durch die pädagogischen Leitlinien  unseres Trägers “Betreute Schulen e. V.”, welcher als korporatives Mitglied des AWO Kreisverbandes Bonn/Rhein – Sieg e. V. die Leitsätze der AWO zu Grunde legt.

2.3    Unsere Räumlichkeiten und  deren Ausstattung

Standort Dattenfeld:

Je Gruppe bildet ein großzügiger Raum bildet den Mittelpunkt unseres Tagesablaufs. Die Kinder haben die Möglichkeit sich hier kreativ zu betätigen, zu spielen, Gespräche zu führen etc.. Ebenso dient dieser Raum als Speiseraum für die OGS – Kinder. Integriert ist eine Kuschelecke, in die sich die Kinder bei Bedarf zurückziehen können. Angeschlossen an den Hauptraum gibt es noch einen kleineren Nebenraum, welcher z. Zt. sehr aktiv als “Bauecke” genutzt wird. Die Kinder vertiefen sich in Rollenspielen und bauen kreativ Gebilde aus Holz- und Legobausteinen.

Angeschlossen an den Betreuungsraum ist eine kleine Küchenzeile, welche der Essensausgabe dient.

Da die Hausaufgaben in kleinen Gruppen stattfinden, werden ein Hausaufgabenraum sowie die Klassenräume der Kinder mitgenutzt. Auch stehen die Räumlichkeiten der Schule inkl. Turnhalle am Nachmittag zur Verfügung.

Standort Herchen:

Auch hier ist ein großer Raum der Mittelpunkt des Tages. Die Kinder haben somit alle Möglichkeiten,  sich frei zu entfalten. Spiel- und Bastelmaterialien stehen ihnen zur freien Verfügung. Etwas abgetrennt gibt es eine kleine “Kuschelecke” mit einem schönen Sofa, welche z. Zt. gerne für Gespräche oder gemeinsame Gesellschaftsspiele genutzt wird.  Ein abtrennbarer Raum bietet Platz für “Kleine Köche” und “Große Baumeister”. Separat im Untergeschoss der Schule befindet sich die “Schulküche“, welche wir zum gemeinsamen Mittagessen nutzen. Die Hausaufgaben finden in den Klassenräumen in Kleingruppen statt. Ebenso stehen hier alle Räumlichkeiten der Schule und die Turnhalle zur Verfügung.

Selbstverständlich werden an beiden Standorten das gesamte Schulgelände, die schön gestalteten Schulgärten, sowie die  „Tut mir gut“ Räume  zur Entspannung und Erholung gut und gerne genutzt.

 2.4    Unser Team

Als Teil des Lehrerkollegiums gibt es ein z. Zt. neunköpfiges Team, welches für die Betreuung der Kinder  zuständig ist.

Die Koordination dieses Teams hat  Ute Kurnatowski, Dipl. Sozialpädagogin, welche auch im Gruppendienst abwechselnd an beiden Standorten tätig ist. Deren Vertretung übernimmt am Standort Dattenfeld  Veronika Bönisch. Zusätzlich unterstützt uns Nadja Basner als Betreuerin und  Anja Schumacher als Honorarkraft.

Am Standort Herchen hat  Sabine Seewald die Gruppenleitung. Sie wird unterstützt von den beiden Betreuerinnen  Martina Ackermann und  Gundel Mantel, wie von unserer Küchenkraft  Bianca Brauner.

Neben diesem Stammteam gibt es  AG – Leiter, die mit den Kindern Angebote aus den Bereichen Spiel und Sport, Handwerk und Musik durchführen.

3.0    Kommunikationsstrukturen

 3.1    Lehrer

 Offener Austausch und ein vertrauensvolles Verhältnis untereinander sind wichtig, um Kinder in ihrer Entwicklung bestmöglich zu begleiten und zu stärken.

Um  die wichtigsten Themen innerhalb der Betreuung abzusprechen und alles Wichtige aus dem Vormittag und über die Vorhaben der Schule zu erfahren, nimmt die Einrichtungsleitung an den 14tägigen Lehrerkonferenzen teil. Bei Bedarf nimmt die Einrichtungsleitung auch an Klassenkonferenzen teil.

 3.2    Team

 In unserem Team stehen wir in ständigem Austausch untereinander. Da nicht alle Mitarbeiter täglich vor Ort sind, ist es wichtig, Informationen unmittelbar weiter zu geben. Hierzu steht ein „Tagebuch“ zur Verfügung, in welchem die wichtigsten Informationen eingetragen werden. Ebenso trifft sich das gesamte Team vierzehntägig im Wechsel an beiden Standorten. In den einzelnen Standorten finden Kleinteambesprechungen statt.

 3.3    Fortbildungen

 Stetig wächst unsere Herausforderung, die Kinder in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Auch durch die Inklusion von Kindern mit unterschiedlichem Förderbedarf,  müssen und wollen wir uns ständig weiterentwickeln. Daher nehmen wir an regelmäßigen Fortbildungen teil, welche von unserem Träger Betreute Schulen e. V. angeboten werden.

 3.4    Eltern

 Uns ist es ein großes Anliegen mit den Eltern einen positiven regen Kontakt zu pflegen. Wir geben Ihnen die Chance, Familie und Beruf miteinander zu verbinden, ohne in ihre Erziehungsverantwortung einzugreifen. Ein offenes Verhältnis ist wichtig für eine gute Zusammenarbeit. Unsere Arbeit soll familienergänzend und unterstützend sein. Hierzu ist es wünschenswert, wenn sich die Eltern aktiv einbringen und unsere Arbeit mit ihren eigenen Fähigkeiten unterstützen.

Wir haben immer ein offenes Ohr und stehen für persönliche Gespräche nach Absprache zur Verfügung. Gerne können auch in der Abholphase um 16.00 Uhr

„ Tür und Angel“ Gespräche geführt werden, z. B. für Terminmitteilungen.

Durch Elternabende zu Schuljahresbeginn und zu Halbjahresbeginn möchten wir den persönlichen Kontakt regelmäßig aufrechterhalten. Die wichtigsten Informationen werden zeitnah auch in schriftlicher Form weitergegeben. Für besondere Aktionen oder Mitteilungen und Abfragen nutzen wir die Postmappen der Kinder, die täglich von den Eltern durchgesehen werden sollten.

3.5    Schulamt der Gemeinde Windeck

Selbstverständlich ist der Austausch mit dem Schulamt der Gemeinde Windeck ein wichtiger Punkt. Einmal pro Schulhalbjahr treffen sich die Leitung des Schulamtes, die Schulleitungen, die Einrichtungsleitungen der Windecker Grundschulen und die Fachberaterin von unserem Träger Betreute Schulen e.V., um über Probleme, Vorhaben, gemeinsame „Zukunftspläne“ etc. zu sprechen und bei Bedarf  Hilfestellungen zu erhalten. Natürlich stehen wir in ständigem Kontakt mit den Mitarbeitern des Schulamtes, um die täglichen Anliegen vor Ort zu klären.

 4.0    Realisierung

 4.1    Hausaufgabenzeit

 Die Hausaufgabenzeit ist die wichtigste Schnittstelle von Vormittag und Nachmittag.

Ab  14.00 Uhr gehen die Kinder in zuvor festgelegte Klassenräume, um dort in kleinen Gruppen von maximal 10 Kindern die Hausaufgaben zu erledigen.

Unter qualifizierter Betreuung wird den Kindern ermöglicht, das am Vormittag Erlernte zu verfestigen. Die Kinder  werden angeleitet  möglichst selbständig zu  arbeiten. Je nach momentaner Verfassung des einzelnen Kindes kann dies auch mal bedeuten, dass die Hausaufgaben nicht vollständig bearbeitet sind. Die Kontrolle über die Vollständigkeit und vor allem auch die Richtigkeit obliegt den Eltern.

Zusätzlich begleitet an drei Nachmittagen ein Lehrer die Hausaufgabenzeit.

Freitags machen wir in Ausnahmefällen, z. B. bei sehr schönem Wetter, keine Hausaufgaben,  damit wir gemeinsam in der Gruppe kleinere spontane Aktivitäten durchführen können.

Um sowohl Eltern, als auch den Lehrern ein Feedback über das Arbeitsverhalten der Kinder in der Hausaufgabenzeit zu geben, haben wir uns auf folgende Symbole geeinigt:

smiley-gut

=         hat gut, konzentriert und sauber gearbeitet

smiley-hilfe

=         brauchte Hilfe

smiley-schlecht

=         hat gestört, nicht gearbeitet

 

 

4.2    Hausaufgabenregeln

 Wir kommen nach Aufforderung zur Hausaufgabenbetreuung und haben unser benötigtes Material dabei.

  • Im Hausaufgabenraum sind wir leise und lenken die anderen nicht ab.
  • Jeder konzentriert sich auf seine Aufgaben und arbeitet zügig, Essen und Spielzeug bleiben im Ranzen.
  • Wir versuchen unsere Aufgaben erst einmal alleine zu lösen, bevor wir um Hilfe bitten.
  • Wir zeigen die fertigen Hausaufgaben vor.

4.3    Teilhabe von Kindern

Die Teilhabe von Kindern am täglichen Geschehen ist ein wichtiger Schritt in Richtung Selbständigkeit und Selbstbestimmung. Wir versuchen den Kindern die Möglichkeit zu geben, in Grenzen ihren Tagesablauf, Wochen-, Monats- oder auch Halbjahresplan mitzubestimmen und auch mit zu organisieren. Hier sind wir jedoch selbst noch am Anfang einer Entwicklung.

Umgesetzt wird dies bereits darin, dass sich die Kinder per Mehrheitsabstimmung selbst das Mittagessen aussuchen können. Hierbei können sie zwischen zwei Gerichten wählen.

Ebenso können die Kinder Einfluss auf die Gestaltung unserer Betreuungsräume nehmen.

4.4    Tagesablauf

 Für uns und die  Kinder ist ein klar strukturierter Tagesablauf mit wiederkehren-den Ritualen sehr wichtig. Das Eingehen auf die aktuellen Bedürfnisse der Kinder wird eingebunden in feste Strukturen, klare Regeln und gewachsene Rituale, welche ihnen Sicherheit geben.

Die Kinder der Randzeitenbetreuung und der OGS kommen nach Unterrichts-schluss in den Betreuungsraum und „melden sich an“. Neben unserer Anwesenheitstafel legen wir Wert darauf, dass die Kinder Blickkontakt mit uns aufnehmen und wir uns gegenseitig begrüßen.

Im Tagesablauf fest etabliert ist das Zähneputzen. Danach können sich alle im Freispiel austoben, kreativ betätigen oder auch erst einmal zur Ruhe kommen, je nach Bedürfnis.

Für die Kinder der Randzeitenbetreuung besteht nun auch die Möglichkeit,  mit Begleitung die Hausaufgaben zu erledigen.

Ab 13.00 Uhr werden in Dattenfeld gemeinsam mit den Kindern die Tische für das Mittagessen vorbereitet. In Herchen haben wir unsere  „gute Fee“, die das für uns übernimmt.

Die Kinder der Randzeitenbetreuung werden ab 13.10 Uhr abgeholt oder fahren mit den Schulbussen nach Hause.

Ab 13.15 Uhr wird gemeinsam zu Mittag gegessen.

Mit anderen teilen, nicht immer der Erste sein, Kommunikation mit Freunden stehen an oberster Stelle.

Nach dem Mittagessen haben die Kinder nochmals für ca. 10 Minuten die Möglichkeit, sich zu bewegen, bevor es dann in die Hausaufgabenräume geht.

Nach diesen haben wir noch ca. 1 Stunde Zeit für  verschiedene Aktivitäten oder AG´s.

 4.5    Essensregeln

 Wir fangen gemeinsam mit dem Essen an, nachdem wir alle leise geworden sind.

  • Wir unterhalten uns beim Essen in Tischlautstärke, schreien nicht und laufen nicht unnötig herum.
  • Wir nehmen uns eine angemessene Essensmenge, von der wir glauben, dass wir sie aufessen können.
  • Wir machen keine abfälligen Bemerkungen über das Essen.
  • Wir essen mit Messer und Gabel und halten uns an die Regeln.
  • Wir haben beim Essen keine Spielsachen bei uns.
  • Wir halten beim Abräumen die festgelegte Tisch-Reihenfolge ein, kratzen die Reste von den Tellern und stellen die Sachen ordentlich auf den Wagen. Wir zeigen beim Abräumen Geduld und Hilfsbereitschaft.

4.6    Betreuungszeiten

Unsere Öffnungszeiten sind:

Randzeitenbetreuung:     11.20 – 13.15 Uhr

Ganztagsbetreuung:        11.20 – 16.00 Uhr

jeweils außerhalb der Unterrichtszeiten.

Die Betreuung findet auch an unterrichtsfreien Tagen statt, allerdings nicht an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen. Außerdem ist die Einrichtung Karnevalsmontag und Karnevalsdienstag geschlossen.

Den Betreuungsbedarf an beweglichen Ferientagen fragen wir gesondert ab.

 5.0    Regeln

 5.1    Allgemeine Regeln

 Neben den bereits genannten Hausaufgaben- und Essensregeln, haben wir mit den Kindern allgemeine Verhaltensregeln festgelegt, die ein gemeinsames Leben und Lernen erleichtern sollen:

Wir melden uns bei den Betreuern und an der Anwesenheitstafel an, wenn wir nach dem Unterricht in die OGS kommen und sagen immer Bescheid, wo wir sind.

  • Wir stellen unsere Schultaschen in die Schränke und hängen die  Jacken an unsere Haken.
  • Wir gehen miteinander respektvoll um, wir beleidigen niemanden und lachen niemanden aus.
  • Wir lassen die anderen ausreden und hören einander zu.
  • Wenn wir in Konflikten nicht weiterkommen, holen wir uns Hilfe bei den Betreuern.
  • Wir achten das Eigentum der anderen und das von Schule und Betreuung.
  • Jeder ist für das Spielzeug, Buch- oder Bastelmaterial verantwortlich, das er benutzt  und räumt es danach an seinen Platz zurück.
  • Wir spielen im OGS-Raum, auf dem Hof oder dem Spielplatz, nicht in den Klassenzimmern oder Fluren.
  • Wir sind in der Unterrichtszeit und während der Hausaufgabenzeit leise in den Fluren.
  • Zum Verlassen des Schulgeländes brauchen wir eine Erlaubnis!

5.2    Konsequenzen bei Nichteinhaltung der Regeln

 Natürlich gehört zu jeder Regel eine Ausnahme und wir gehen individuell auf die Bedürfnisse und Tagesform der einzelnen Kinder ein. Jedoch machen wir den Kindern diese Regeln immer wieder bewusst und achten auf deren Ein-haltung. Sollten sich Kinder gar nicht an diese Regeln halten haben wir Konse-quenzen in verschiedenen Stufen, welche wir mit den Kindern abgesprochen haben:

  • Jedes Kind wird zunächst an die Regel erinnert, welche es gerade nicht beachtet
  • Verhält sich das Kind weiterhin nicht angemessen, wird es bei der Hausaufgabenbetreuung einzeln an einen Tisch gesetzt, beim Mittagessen ebenso.
  • Zum Tagesabschluss wird das Kind bei unserem Smiley – Rennen nicht weiter gesetzt oder geht auch mal einen Schritt zurück.
  • Ist auch diese Maßnahme nicht ausreichend, werden die Eltern informiert.

Sollte ein Kind immer wieder gegen die Regeln verstoßen, behalten wir uns vor, es für ein oder zwei Tage von der OGS auszuschließen. Der offene Kontakt zu den Eltern ist daher sehr wichtig.

 6.0          Schlusswort

 Dieses Konzept haben wir gemeinsam in unserem Team erarbeitet. Es wurde viel besprochen und auch diskutiert, um zu einem Ergebnis zu kommen, welches von uns allen getragen wird. Selbstverständlich auch mit unserer Schulleitung Frau Beck haben wir über das Konzept gesprochen, da wir ein großes Team und Teil der Schule sind. Das pädagogische Konzept der Betreuung ist Teil des Schulkonzeptes.

Danken möchten wir Regine Bach, die uns durch Denkanstöße und einen anderen Blickwinkel die Möglichkeit gegeben hat, unser Handeln das ein oder andere Mal selbst zu hinterfragen und unser Verhalten in bestimmten Situationen nochmals zu überdenken.

Wir sind bemüht, uns stetig weiter zu entwickeln und wachsen mit den Kindern an verschiedensten Aufgaben. Wir sind offen für Anregungen und werden dieses Konzept regelmäßig weiterentwickeln.

 

Das Pädagogische Konzept können Sie hier als Download erhalten: konzept-ogs-2016